Allergien
Der menschliche Körper kann sensibel auf viele Fremdstoffe, die in ihn gebracht werden reagieren. Das müssen nicht immer Allergien sein, denn auch lokal-toxische Reaktionen können auftreten.
Deshalb wählen wir alle Materialien sehr sorgfältig aus.
Eine zentrale Rolle spielt eine materialkundliche Beratung bei Neuversorgungen, bei denen wir Ihnen gerne die Vor- und Nachteile der einzelnen Materialien erklären.
Es könnte jedoch sein, das Sie bereits auf bei Ihnen vorhandene Versorgungen allergisch reagieren. Dies kann bei mehreren Materialien möglich sein. In Frage kommen vor allem Amalgam, Kunststoffe und einige Prothesenmetalle.
Hohe Konzentrationen dieser Materialien können - müssen aber nicht - schädlich sein.
Lange war man z.B. der Meinung, dass aus Amalgamfüllungen keiner der möglicherweise schädlichen Inhaltsstoffe freigesetzt wird. Diese Meinung ist mittlerweile durch zahlreiche Untersuchungen widerlegt. Dies gilt in gleicher Weise auch für andere Materialien.
Im Einzelfall bleibt es schwer nachweisbar, ob die freigesetzten Materialien gesundheitliche Beeinträchtigungen verursachen oder nicht.
Wissenschaftler haben eine ganze Liste materialbedingter Beschwerden zusammengestellt. Eine - gekürzte - Liste zeigen wir Ihnen nachfolgend:
Psychische Beschwerden z.B.:- Vergesslichkeit
- Interesselosigkeit
- depressive Stimmungen (Mattscheibe)
- Reizbarkeit, Nervosität, innere Unruhe...
Körperliche Beschwerden z.B.:
- Kopfschmerzen, Migräne
- Magen-Darm-Störungen
- Herzrhythmusstörungen
- Kribbeln der Mundschleimhaut
- Rötung & Quaddeln am Körper (Urtikaria)
- rheumatische Beschwerden
- Immunstörungen (häufige Infekte!)
- Schwäche, Erschöpfung
- Haarausfall
Alle diese Beschwerden haben zwar meistens andere Ursachen, können aber auch ihren Ursprung in Ihrem Mund haben.
In Metall-Legierungen stehen Bestandteile wie Palladium und Quecksilber unter Verdacht, Beschwerden verursachen zu können.
Bei den Kunststoffen sind es vor allem die Methacrylate, die allergie- oder krebserregend sein sollen.
Niemand - auch nicht Ihr Zahnarzt - kann den Materialien jedoch ansehen, ob diese auf Sie einen schädigenden Einfluss haben. Hierzu gibt es aber verschiedene Testmöglichkeiten.
A. SPEICHELTESTS
Diese Tests sind sehr einfach und belasten Sie in keiner Weise: Sie geben vor und während des Kaugummikauens einfach Speichel in ein Röhrchen. Diese Tests sind zwar einfach, aber nicht sehr genau.
Der Kaugummi-Test auf Amalgam.
Im Labor wird der Gehalt an Quecksilber im Speichel gemessen.
Vom Labor erhält Ihr Zahnarzt einen Bericht mit einer Bestimmung der Konzentration des Quecksilbers im Speichel.
B. URINTESTS
C. (SCHLEIM-)HAUTTESTS
In manchen Fällen ist es sinnvoll, zu testende Materialien direkt auf Ihre Haut oder Ihre Mundschleimhaut aufzubringen und etwaige Hautreaktionen zu beobachten.
D. BLUTTESTS
Bei diesen Tests wird Ihnen Blut abgenommen und ebenfalls in einem Labor immuntoxikologisch untersucht. Im Lypmphozyten-Tansformationstest (LTT) kann die Sensibilisierung Ihres Immunsystems auf Metalle oder Arzneien getestet werden, insbesondere für Blei, Cadmium, Gold, Indium Nickel, Palladium, Quecksilber (anorg.), Titan und Zinn.
Sprechen Sie uns auf die Tests an oder melden Sie Ihren Wunsch bereits bei der Anmeldung zum nächsten Untersuchungstermin an.
SCHLUSSBEMERKUNG:
Oft sind die Sorgen über Materialunverträglichkeiten unbegründet und selten auch hysterisch bedingt. Dennoch muß jeder Hinweis auf derartige Probleme sehr ernst genommen werden. Wir tun das.
Bedenken Sie: Eine fundierte Diagnostik kann auch das Ergebnis haben, das keine Materialien in Ihrem Mund einen schädigenden Einfluss auf Sie haben.
Ein gutes und sicheres Gefühl!