Zahnarzt Praxis Dr. Elio Adler, Beate Gesell, Dörte Ort
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Einen Tennisarm im Mund?

Leistungssportler legen großen Wert auf eine ausgeglichene Belastung Ihrer Gelenke und werden deshalb von spezialisierten Sportmedizinern betreut. Unser Kiefergelenk arbeitet wie die Gelenke von Hochleistungs-Sportlern: mit hoher Kraft und Ausdauer. Ein Tennisarm ist äußerst schmerzhaft - Kiefergelenksbeschwerden können es auch sein - oder werden: Knacken, Schmerzen bei Mundbewegungen wie Sprechen und Kauen, längerfristig mit der möglichen Folge der Versteifung.

Migraine-Kopfschmerz, Schwindel und Nackenverspannungen haben oft ihre Ursache in Kiefergelenksstörungen.

Dazu sollten Sie Folgendes wissen:
Der Kopf ist wie eine Kugel, die auf einer Stange - der Wirbelsäule - balanciert. Damit diese Kugel nicht vorne "hinunter fällt", hält die Nackenmuskulatur sie hinten fest. Damit die Kugel dadurch aber nicht nach abkippt, zieht von Vorne die Kaumuskulatur.
Wird das feine Gleichgewicht aus Nacken- gegen Kaumuskulatur gestört, kann es zu vielfältigen Symptomen kommen, weil plötzlich die falschen Muskeln und Bänder belastet werden. Kiefergelenksbeschwerden können viele Ursachen haben: Nächtliche Streßbewältigung durch Knirschen und Pressen ("Zähne zusammenbeißen und durch..."), nicht penibel-genau auf Ihre Gelenkverhältnisse angepasste Kronen oder Prothesen oder einfach Gelenkverschleiß.

Welche Möglichkeiten gibt es, Schäden vorzubeugen oder zu behandeln?

Funktionsanalyse:
Klare Daten über den Zustand Ihrer beiden Kiefergelenke, der Bänder und Muskeln können wir durch sehr genaue Mess- und Registriermethoden gewinnen. Diese Erkenntnisse lassen sich dann für die Therapie von Beschwerden nutzen bzw. können helfen, das Auftreten von Beschwerden zu verhindern. Prophylaxe ist das Zauberwort.

Funktionsoptimierung / Gnathologie:
Neue Kronen, Brücken oder Prothesen sollten durch Funktionsoptimierung nicht nur exakt für ihre Zähne, sondern auch auf Ihre Gelenke abgestimmt hergestellt werden. Damit Sie im Spitzensport "Kauen" auch weiterhin erfolgreich sind. Ohne Tennisarm im Mund.

Und die Kosten?

Die gesetzlichen Krankenkassen bezahlen keinerlei funktionsanalytische Maßnahmen, da diese über das Maß einer "wirtschaftlichen, zweckmäßigen und ausreichenden" Versorgung hinausgehen. Vor einer Funktionsanalyse oder Funktionsoptimierung sollten Sie sich einen Heil- und Kostenplan erstellen lassen, damit Sie die Höhe Ihrer Investition abschätzen können. Kiefergelenke und Kaumuskulatur sind oftmals viel schwerer zu behandeln als die Zähne, deshalb sollte ihnen mindestens ebensoviel Aufmerksamkeit geschenkt werden.